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Überwachung ESG-HF


2018 wurde das neue Gütezeichen für ESG-HF mit Fremdüberwachung eingeführt. Der Bundesverband Flachglas und die Gütegemeinschaft Flachglas wollen damit sicherstellen, dass auch morgen noch dieses bewährte Produkt mit geprüfter Sicherheit verwendet werden darf. 

 

Die deutsche Bauaufsicht hatte seit jeher in der Bauregelliste A zusätzliche Anforderungen an den Heißlagerungsprozess von ESG definiert, um ein angestrebtes Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Vom heißgelagerten ESG nach EN 14179 unterschied sich das so definierte "ESG-H" als nationale Besonderheit wesentlich durch zwei Punkte: zum einen eine längere Haltezeit mit höherer Temperatur, zum anderen eine obligatorische Fremdüberwachung.

 

Solche nationalen Zusatzanforderungen in der Bauregelliste wurden mit dem Urteil C-100/13 des Europäischen Gerichtshofes vom 16.10.2014 für unzulässig erklärt. Das Produkt "ESG-H" als deutsche Besonderheit gibt es daher nicht mehr.

 

Es gibt derzeit unter Experten keine Einigkeit, ob die erhöhten Anforderungen an die Haltezeit tatsächlich die Versagenswahrscheinlichkeit des Produktes durch Spontanbrüche aufgrund von Nickelsulfid-Einschlüssen verringern. Die Fremdüberwachung wird aber weiterhin als wesentliche Voraussetzung für das in Deutschland angestrebte, hohe Sicherheitsniveau angesehen.

 

Ihre Notwendigkeit ergibt sich aus parallelen Regelungen in der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) und der DIN 18008-2, um die erforderliche Reduzierung der Versagenswahrscheinlichkeit durch Nickelsulfid-Einschlüsse sicherzustellen und damit das geforderte Sicherheitsniveau für heißgelagertes ESG zu erreichen.

 

Wir wollen Rechtssicherheit für Hersteller und Anwender von heißgelagertem ESG schaffen. Darum bieten wir unter dem neuen RAL-Gütezeichen ein System der Fremdüberwachung an, das die Anforderungen von Norm und Bauaufsicht erfüllt.

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